SWISS ARMY MAN (2016)

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Liebe folgt nicht selten einer Art Strohhalmmechanik: Sie bedarf einfach irgendetwas. In dem Fall des Filmes wirklich die Betonung auf irgendetwas, an das man sich klammern kann. Vor allem als Schutz vorm Alleinsein und der leidigen Einsamkeit. Allerdings müssen diese beiden Begriffe differenziert werden, das verdeutlicht nicht zuletzt der Film. Einsamkeit ist nicht mit der An- und Abwesenheit von Menschen verbunden, bzw. alternativ auch z.B. Haustieren, eine Balls namens Wilson oder in dem Fall untoten Toten, sondern ist das fehlende Gefühl von jenen Beachtung, Anerkennung und Wertschätzung erwidert zu bekommen, und die daraus resultierende immer schwermütiger werdende Unzufriedenheit. Ein Robinson Crusoe unter vielen. Allein einsam gestrandet auf einer Insel oder nicht allein einsam nur auf einer etwas größeren. Vom Kopf-in-der-Schlinge zum Überlebenskampf, nur subjektiv und temporär zu einer Verbesserung. Ein Kampf um Hoffnung, in welchem passend gemacht wird was nicht passt bzw. eigentlich doch einfach nur schön(er) geredet. Auch wenn mit dieser Symbiose Herzschmerz und Kopfweh immer mal kurz gestillt werden, an dieser Stelle ist die Schwelle zum Wahnsinn gefährlich nah, oder jene auch unbemerkt schon überschritten. Inklusive dem Brechen von dem, was allgemein unter Tabus fällt…und so zelebriert dies auch hingebungsvoll, fast schon via Brechstange, und metaphergeschwängert dieses Unikat von Film.

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